Andere Verfahren

  • Hypnotherapie und klinische Hypnose
  • EMDR bei Arbeits- und Lernstörungen, als Ressourcenaktivierung und bei transgenerationellen Traumata
  • Gestalttherapie und Gestaltselbsterfahrung

Klinische Hypnose- und Hypnotherapie (MEG)

Im Zusammenspiel moderner Psychotherapieverfahren und systemischer Rückkopplung wird Tiefenentspannung und Trance in der Hypnotherapie als Prozess zu Neuorientierung und Lernen verstanden, bei der der Klient angeleitet wird, mithilfe innerer Suchprozesse seine eigenen Ressourcen zu erfinden und Veränderungen vorzunehmen. (Nach Kaiser-Rekka, Agnes, 2007)

Eine hypnotherapeutische Behandlung entlastet physisch und psychisch und kann durch Tiefenentspannung die Heilung somatischer Beschwerden unterstützen. (Besonders bei psychosomatischen Erkrankungen, Schmerztherapie, Schlafstörungen. Vorstellungsbilder können Veränderungen unterstützen und mit der zwischen den Sitzungen geübten Selbsthypnose zu Hause fertigen.

Gestalttherapie

Gestalttherapie ist ein psychotherapeutisches Verfahren, in dem die Wiederentdeckung und Entfaltung der schöpferischen Fähigkeiten zur Lösung von aktuellen und zurückliegenden psychischen Konflikten im Vordergrund steht. Gestalttherapie versteht psychische Beschwerden als chronische Stagnation oder als teilweisen Verlust der Fähigkeit, Konflikte des Alltags situationsangemessen zu lösen. Gestalttherapeutische Arbeit fördert körperliche Wahrnehmung und leitet dazu an, Dinge auf unterschiedliche Weise im Hier und Jetzt zu betrachten und zu deuten oder durch Rollenspiel neue Verhaltensweisen auszuprobieren.

Gestalttherapie verzichtet bewusst auf die Anwendung von Symptom bezogenen Deutungen. Sie legt vielmehr Wert darauf, das individuell Heilsame und Neue mit dem Klienten in einem kooperativen therapeutischen Prozess zu entfalten.

Die Gestalttherapie ist aus Konzepten der Gestaltpsychologie und der humanistischen Psychologie als eine der drei grundlegenden psychologischen Konzepte des 20. Jahrhunderts weiterentwickelt worden (neben der Psychoanalyse und den Verhaltenstherapien in den 50er Jahren), vor allem durch das deutschstämmige Ehepaar Laura und Friedrich Perls in den USA die Klinische Gestalttherapie durch Isadore From und hat sich seitdem vor allem auch in Europa zu einem wirkungsvollen Verfahren entwickelt. Gestalttherpie eignet sich besonders für Personen, die bereit sind, an der konstruktiven Verarbeitung ihrer gegenwärtigen Konflikte in einem "Co-kreativen" Prozess mit professioneller Unterstützung aktiv mitzuwirken.

Das gestalttherapeutische Verfahren ist u. A. wirksam bei psychosomatischen Beschwerden, bei Ablösungs-, Trennungs- und Bindungsproblemen, bei chronischer Trauer und Depression und schwer zu bewältigenden Lebenskrisen und hat sich als wirkungsvoll in der Behandlung unterschiedlichster psychischer Probleme erwiesen. Es wird in den verschiedensten klinisch therapeutischen Institutionen und ambulanten Praxen in vielen Ländern Europas (als anerkanntes Verfahren in Österreich, der Schweiz) praktiziert. In Deutschland ist es bisher nicht als „Richtlinienverfahren" (wie Psychoanalyse, tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie) anerkannt und ist daher nicht als Leistung der Krankenkasse abzurechnen (Privatbehandlung als Selbstzahler).

Weitere Informationen zu Gestalttherapie: www.dvg-gestalt.de

EMDR in Coaching und Selbsterfahrung

Außerhalb der Behandlung von PTBS kann EMDR in der privaten Versorgung bei Lern- und Arbeitsstörungen, (Blockierungen und Prüfungsangst) und bei ressourcenorientierter Arbeit zur Anwendung kommen. Eine gründliche Differenzialdiagnose zu einer PTSB muss gewährleistet sein.

Im Rahmen von Traumatherapie beschäftige ich mich auch mit dem Schwerpunkt der "weitergegebenen Traumata", die in traumatisierten Familien (durch Krieg, Vertreibung, Migration) oft bis in die nächsten Generationen weiterwirken (Radebold 2005, 2009, Bode 2009, 2010/2012, Schützenberger 2001).

Weitere Informationen zu EMDR unter: www.emdria.de